M2.2 Ideenwettbewerb - Wachstum in Kooperation

 

WS 2018

Dauer: 1 Semester

Inhalt

Vor dem Hintergrund des zusätzlichen Wohnraumbedarfes sind im Rahmen eines studentischen Ideenwettbewerbes der NRW.BANK Studierende aus Studiengängen der Architektur, des Städtebaus oder der Landschaftsarchitektur von zehn ausgewählten Hochschulen aufgefordert, einen Entwurf für eines von sechs ausgelobten Plangebieten in drei Regionen zu erarbeiten.

Die Wettbewerbsaufgabe reagiert auf die unterschiedlichen Anforderungen der Regionen in Nordrhein-Westfalen. Dabei stehen die drei Wettbewerbsregionen stellvertretend für die unterschiedlichen Wachstumstypen: Die Region Düsseldorf für den Typ stark wachsende, stark verdichtete Agglomeration; die Region Münster für den Typ einer stabilen und prosperierenden Kernstadt in einem ländlich geprägten Umfeld sowie die Region Bielefeld stellvertretend für eine Regiopole mit mehreren städtischen Wachstumskernen. Ebenso wie an der Bauhaus-Universität Weimar und der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover wird in diesem Projekt die Region Bielefeld betrachtet.

Bei all den regionalen Unterschieden stehen zukünftige Flächenausweisungen und Quartiersentwicklungen dennoch vor ähnlichen Herausforderungen: Wie lässt sich eine soziale und nachfragegerechte Wohnraumversorgung über Stadtgrenzen hinweg sicherstellen? Wie können zukünftige Quartiere in der Region auf die Veränderungen der Arbeitswelt, der Mobilität und der Lebensstile reagieren und sie zu ihrem Vorteil nutzen? Welche Vorzüge der Region müssen dafür gestärkt werden? Welche Elemente sind hierfür anzupassen? Welche Potenziale bieten die angrenzende Landschaft, der Freiraum, um die Region mit ihrem Zentrum zu verweben? Wie kann eine angemessene Dichte und Urbanität angepasst an die jeweilige Gemeindegröße vor dem Hintergrund des Flächenziels der Bundesregierung erreicht werden? Welche Faktoren (zentrale Elemente des Entwurfs, Schlüsselakteure o.ä.) begünstigen eine positive Entwicklung der Quartiere?

Anhand eines Beispielhaft ausgewählten Entwurfsgebietes gilt es eine Lösung zu entwerfen, die die Potentiale und Ressourcen der Entwurfsfläche, ihrer Umgebung und der Region zu einer nachhaltigen Gesamtlösung führt. Es gilt eine Strategie zu entwickeln, die das Quartier mit der Region und der Umgebung sinnvoll verknüpft und ein resilientes und innovatives Konzept für zukünftige Flächenausweisungen aufzeigt. Gefragt ist eine überzeugende und nachhaltige Strategie für zukünftige Flächenausweisungen in der Region, welche durch ein differenziertes Angebot an Wohn-, Arbeits-, Dienstleistungsund Mobilitätsangeboten unterlegt ist.

Erwartet wird ein sensibler Umgang mit den Anforderungen verschiedenster Nutzer und ihrer Wohnbedürfnisse sowie den Anforderungen und Angeboten von Stadt und Region. Gleichzeitig bedarf es einer individuellen Auseinandersetzung mit der Thematik der Wachstumsprozesse und einer an den konkreten Standort angepassten Dichte. Im besten Fall entsteht ein Szenario, das die Vorzüge der Region mit denen der Kernstadt nachvollziehbar miteinander verknüpft und so eine differenzierte und nachfragegerechte Wohnraumversorgung verschiedenster Milieus über kommunale Grenzen hinweg sicherstellt.

Gefordert ist ein Entwurf an der Schnittstelle von Stadt, Freiraum und Architektur, der zeigt, wie die unterschiedlichen Anforderungen an Wohnraum von Kernstadt und Nachbarkommunen in Beziehung gesetzt werden können und wie sowohl die regionalen Zentren als auch die unmittelbar angrenzenden Kommunen davon profitieren. Dies manifestiert sich in der klugen Anordnung von Nutz- und Wohnräumen sowie intelligenten Mobilitätsangeboten, insbesondere wenn eigene PKWs nicht zur Verfügung stehen, aber auch in differenzierten Grundrissen, unterschiedlichen Bauformen, in wohnungsnahen und quartiersbezogenen Freiräumen sowie ausgewählten Dienstleistungsangeboten. Ziel sind modellhafte und visionäre Konzepte für zukünftige Flächenausweisungen in den Regionen, die auf der Ebene des Quartiers mögliche Handlungs-, Lösungs- und Entwicklungsansätze aufzeigen.

Termine

Folgen

Regelmäßige Betreuungstermine mittwochs

Betreuung
Prof. Rolf Westerheide